
Ausgabe 02|2026
wat’n Müll!

Das Naturmagazin
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Weniger ist mehr
Der Artikel schafft – mit Zahlen untermauert – einen Überblick über die Entwicklung zu Müllaufkommen und Recycling in Deutschland und die nicht abnehmenden Schwierigkeiten. Die richtige Tonne für den Abfall zu wählen ist wichtig, aber es gibt auch genügend Möglichkeiten, Müll zu vermeiden. // Grafik: Quelle UBA /destatis Abfallbilanz © NABU

Die Nische Müll
Für die Evolution und Domestikation von Tieren ist der Abfall ein wichtiger Faktor, der die Anpassung, bis hin zu Veränderungen der Anatomie beeinflusst. Eine Studie an Waschbären in den Vereinigten Staaten beschäftigt sich mit dem Thema. // Foto: marco / stock.adobe.com

„Zurück zur Natur“!
In dem Natur Park Südgelände am S-Bahnhof Priesterweg ist die Geschichte des früheren Rangierbahnhofs mit Absicht zu erkennen. Durch die Verbindung mit der belassenen Natur wird der Erholungsort noch interessanter. // Foto: Verwaltung des Natur Park Südgelände

Die kleine Eule ist wieder da
Durch neue Wege in der Auswilderung und das Anbringen optimierter Nistkästen konnte eine beachtliche Zahl des Steinkauzes wieder angesiedelt werden. Erkenntnisse durch die Beobachtung der putzigen Tierchen helfen dabei. // Foto: K. Werrstein
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Editorial
LIEBE LESERINNEN UND LESER,
ich bin sicher: Sie mögen keinen Müll. Ich auch nicht. Niemand mag Müll – ganz gleich, ob er uns im eigenen Haushalt begegnet, als ausrangiertes Sofa auf dem Gehweg oder als Bauschutt im Wald. Wir mögen ihn nicht, aber gemeinsam produzieren wir jede Menge davon. Aufs Jahr gerechnet kommt da einiges zusammen. In Berlin liegt das Pro-Kopf-Aufkommen an Haus- und Sperrmüll bei rund 231 kg, in Brandenburg ist es nur geringfügig weniger. Und darin sind die Abfälle aus den Papier-, Glas-, Bio- und Wertstofftonnen noch nicht mitgerechnet. Dabei haben es gerade Produkte aus der Wertstofftonne in sich. Sie enthalten oft hormonell wirksame Substanzen, krebserregende Stoffe und auch sogenannte Ewigkeitschemikalien (PFAS).
Wir vermüllen uns – mit heftigen Auswirkungen auf Natur- und Umwelt. Böden und Grundwasser werden belastet, in den Ozeanen treiben riesige Müllteppiche, Filterrückstände aus der Verbrennung sind hochgiftig und müssen endgelagert werden. Über die Nahrung kommt derMüll dann in Kleinstteilen zu uns auf den Teller. Weltweit gesehen wird noch deutlicher, was unser Plastikkonsum anrichtet. Nicht nur, dass ca. fünf Prozent der globalen Treibhausgasemissionen durch die Herstellung und Entsorgung von Plastik verursacht werden, es gibt auch keinen Ort auf der Welt mehr, an dem kein Mikroplastik gefunden wurde.
Recycling ist gut – aber wir brauchen mehr als eine „End-of-the-Pipe“-Strategie, die viel Energie und Aufwand benötigt. Und wieder sind wir Verbraucher*innen gefragt. Ja – schon wieder wir. Denn wir können sofort tätig werden. Jede Shampooflasche, die durch ein festes Shampoo ersetzt wird, jede Mehrwegflasche aus Glas, jeder nicht verkaufte Getränkekarton, jedes Waschmittelkonzentrat verringert die Müllmenge und den Ressourcenverbrauch. Übrigens können in vielen Bio-Supermärkten auch Käse, Wurst und ähnliches an der Theke in eigene Gefäße verpackt werden. Die Liste der Ideen ist so lang wie die Liste der Chemikalien, die in den Kunststoffen stecken. Packen wir es an!
Heidrun Grüttner
Geschäftsführerin Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e.V.
Weitere Beiträge im Magazin

Ob Wegwerfbecher oder Einwegschale
Der kurze Genuss hat lange Folgen
Bekanntermaßen übernehmen To-Go-Verpackungen einen zu großen Anteil des Müllaufkommens. Doch auch alternative Verpackungen sind oftmals trügerisch. Nur ein effizientes Mehrwegsystem hat Zukunft. // Foto: wachiwir / stock.adobe.com















