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Liebe Leserinnen und Leser

seit mehr als 30 Jahren informiert Sie das naturmagazin über die Natur in der Region Berlin/Brandenburg. Wir möchten Sie aber nicht nur informieren - vor allem wollen wir Sie dazu animieren, die Natur in Berlin und Brandenburg selber zu erforschen. Sehr freuen würden wir uns auch über ihrer Feedback - nutzen Sie doch einfach mal die Kommentarfunktion am Ende eines jeden Artikels und sagen Sie uns und anderen Leserinnen und Lesern Ihre Meinung.

Ihre naturmagazin-Redaktion


Editorial

Liebe Naturfreunde,

Naturwald - in diesem Wort steckt der Begriff Urwald schon drin. Beide Begriffe meinen das gleiche: Der Wald wird seiner natürlichen Entwicklung überlassen, dort will man „Natur Natur sein lassen“.


In Wäldern, die nicht mehr bewirtschaftet werden, kann sich eine vielfältige Lebenswelt für Tiere und Pflanzen entwickeln. In ihnen gehören Wachstum, Zerfall und Erneuerung zusammen. Eichen etwa, die sonst spätestens nach 200 Jahren gefällt werden, können 800 Jahre alt werden. Sie bieten in dieser langen Zeit einen vielfältigen Lebensraum für Höhlenbewohner wie Fledermäuse, Spechte und Dohlen sowie für Käfer und Pilze. Der Waldkauz, Vogel des Jahres 2017, braucht alte Höhlenbäume, um seine Jungen aufzuziehen. Gerade in Naturwäldern können wir Menschen die Schönheit und den Reichtum der Natur genießen.
Naturwälder sind in Deutschland kaum noch vorhanden. Deshalb ist es unsere Verpflichtung gegenüber der Natur, dass Naturwälder wieder entstehen können und gegenüber unseren Enkelgenerationen, dass diese solche Naturwälder wieder erleben und genießen können. Wie können wir von armen Ländern der sogenannten Dritten Welt den Erhalt von Urwäldern einfordern, wenn wir als eines der reichsten Länder dazu nicht bereit sind. Ich kenne diese Gegenargumente, die nur vorgeschoben werden, um den Holzeinschlag zu ermöglichen.
Die Nationale Biodiversitätsstrategie strebt an, dass zehn Prozent der Waldfläche von Ländern und Kommunen bis 2020 der natürlichen Entwicklung überlassen werden. Damit wird die öffentliche Hand zugleich ihrer Vorbildwirkung gerecht. Andere Bundesländer, wie etwa Schleswig-Holstein, haben schon stolz bekannt gegeben, dass sie dieses Ziel erreicht haben. In Brandenburg dagegen sind wir nicht nur weit von diesem Ziel entfernt. Es ist sogar offizielle Politik des Agrar- und Umweltministeriums, keinen Hektar Landeswald künftig aus der Nutzung zu nehmen. Das ist genauso traurig wie nicht hinnehmbar!



Friedhelm Schmitz-Jersch
NABU Landesvorsitzender

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