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Liebe Leserinnen und Leser

seit 30 Jahren informiert Sie das naturmagazin über die Natur in der Region Berlin/Brandenburg. Mit einem neuen Auftritt im Web und frischem Layout der Printausgabe möchten wir Sie zu weiteren Naturerlebnissen animieren. Neu ist auch die Kommentarfunktion, die Ihnen von nun an bei jedem Beitrag zur Verfügung steht. Wir sind gespannt auf Ihre Meinung!
Ihre naturmagazin-Redaktion


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Ausgabe 4/2017

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

der Wahlkampf ist vorbei, eine schwierige Regierungsbildung steht bevor. Was wird die neue Bundesregierung zum Schutz von Natur und Umwelt tun? Im Wahlkampf haben solche Zukunftsfragen keine besondere Rolle gespielt, dabei werden Arten- und Naturschutz in der Gesellschaft ernst genommen. Unter dem Titel „Der stille Sommer“ etwa setzte sich der Spiegel Anfang September in einem mehrseitigen Artikel mit diesem Thema auseinander. Breit dargestellt werden die Forschungen des Entomologischen Vereins Krefeld, die durch fundierte Erfassungen über mehr als 20 Jahre nachweisen, dass die Masse der Insekten insgesamt um 80 Prozent zurückgegangen ist. Viele bemerken es selbst: Ganz anders als früher bleiben die Frontscheiben der Autos im Sommer fast völlig frei von Insekten. Bei privaten Gelegenheiten werde ich oft auf diesen Umstand angesprochen. Als Ursachen werden die Veränderungen der Landbewirtschaftung, der Verlust an Landschaftsstrukturen und insbesondere der Einsatz immer wirksamerer Pestizide angesehen. Der Schwund der Insekten ist ein dramatischer Verlust, sie fehlen auch im vernetzten System der Natur und als Bestäuber und besonders als Nahrung für unsere Vögel. In der Agrarpolitik muss umgesteuert werden, Geld ist mehr als genug da, es muss nur anders eingesetzt werden. Allein in Brandenburg werden jedes Jahr mehr als 500 Millionen Euro überwiegend als Flächenprämie an die Landwirte ausgeschüttet. Mit diesen Mitteln müssen endlich die konkreten Leistungen der Landwirte für das Gemeinwohl, für Natur und Umwelt honoriert werden. Eine solche Landwirtschaftspolitik wäre der beste Beitrag für den Natur- und Artenschutz.

Friedhelm Schmitz-Jersch
Vorsitzender des NABU Brandenburg

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