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Ausgabe 4/2016

Mit Herz und Kenntnis

Naturschutztagung anlässlich 30 Jahre naturmagazin in Potsdam

Naturschutz geht alle an. Und: Man kann nur schützen, was man kennt. Zwei gerne und oft von Naturschützern gebrauchte Aussagen, wenn es darum geht, Mitmenschen von Naturschutzthemen zu überzeugen. Inhaltlich ist an daran kaum etwas auszusetzen. Doch reichen die alten Muster aus, um auch in der multimedialen Welt zu bestehen?

Naturschutzthemen sind in der aktuellen Tagespresse sowie in Funk und Fernsehen vergleichsweise selten vertreten. Manchmal tauchen einzelne Arten in der Berichterstattung auf, oftmals jedoch im Zusammenhang mit Problemen, welche mit der Art in Verbindung gebracht werden. Etwa dann, wenn Wölfe Schafe reißen oder Biber Dämme untergraben. Manchmal wird auch über den Rückgang einer Art berichtet – besonders dann, wenn der Mensch von ihrer Existenz profitiert. Wie von der Honigbiene beispielsweise, deren Sterben auf ein vergleichsweise großes Medieninteresse stieß und den Imkern unverhofften Nachwuchs bescherte. Doch das Sterben vieler anderer, unauffälliger Arten geschieht von den Medien meist unberichtet.
Naturschutzinhalte zu vermitteln und Interesse zu wecken ist seit 30 Jahren das Anliegen des naturmagazin. Anlässlich dieses Jubiläums fand am 3. September 2016 in Potsdam eine öffentliche Tagung zur Öffentlichkeitsarbeit im Naturschutz statt. Die kurzweiligen Redebeiträge hatten durchaus Konfliktpotential – etwa als es darum ging, was eine nachhaltige Natur- und Umweltbildung vor allem leisten sollte: das Vermitteln von Artenkenntnissen und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen – oder das emotionale Erleben? Keine einfache Frage in Zeiten immer seltener werdender Artenexperten. Mut machendes gab es auch: als Martin Kündiger vom Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg am Beispiel des erfolgreichen Volksbegehrens gegen Massentierhaltung demonstrierte, wie sich Massen auch für Naturschutzthemen begeistern lassen. Es war ein überaus interessanter Nachmittag! Wesentliche Inhalte der Vorträge haben wir für Sie auf den folgenden Seiten dieser Ausgabe zusammengestellt.

Christof Ehrentraut

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