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Ausgabe 4/2016

Naturschutzjugend jubiliert

25 Jahre NAJU Brandenburg

Im November 1991 gründeten rund einhundert aktive Jugendliche in Erkner die Naturschutzjugend (NAJU) Bandenburg. Zu DDR-Zeiten waren sie als junge NaturforscherInnen über den Kulturbund gut organisiert und besuchten regelmäßig sogenannte Arbeitsgemeinschaften und Spezialistenlager. Vor allem waren es Biologielehrerinnen und -lehrer, die den Kindern und Jugendlichen an Nachmittagen, Wochenenden und in den Ferien Artenkenntnisse und fachliches Wissen vermittelten sowie die Liebe zu Natur und Heimat nahebrachten.

Nach der Wende zerbrachen die alten Strukturen. Die Jugendlichen beschlossen, sich der Naturschutzjugend (NAJU) anzuschließen, die in vielen der alten Bundesländer bereits seit 1982 existierte. Hilfe beim Aufbau eines eigenen Landesverbandes bekamen sie vor allem aus Nordrhein Westfalen.
Es war eine spannende Zeit. Den ehrenamtlich Aktiven gelang es, Mitglied im Landesjugendring Brandenburg zu werden. Dazu galt es einige Hürden zu nehmen: Beispielsweise wurden hierfür mindestens 500 Mitglieder benötigt. Ein Vorstand wurde gewählt, eine Satzung und ein Statut erarbeitet, jede Menge Bürokratie musste bewältigt werden… Ja – und dann war es soweit – der eigene Landesverband wurde am 3. November 1991 gegründet!

Aller Anfang ist schwer!

In den ersten fünf Jahren standen für die Erledigung der Aufgaben und den Aufbau des Verbandes nur der Vorstand und eine FÖJ-Stelle zur Verfügung. Alle Daten passten noch auf eine Diskette. Gearbeitet und organisiert wurde von zu Hause aus. Doch ab 1997 konnte eine Jugendbildungsreferenten-Stelle mit 20 Stunden pro Woche und ein kleines Büro am Luftschiffhafen in Potsdam eingerichtet werden. Als die Stelle im Oktober 1997 neu besetzt wurde, kam Claudia Günther zur NAJU. Bis heute ist sie immer noch voller Freude und Elan dabei.
Ihre erste Aufgabe war es, eine neue Geschäftsstelle zu suchen, denn die NAJU musste am Luftschiffhafen ausziehen. Man fand Räumlichkeiten im Patrizierweg. Im März 1998 zog die NAJU dort ein. Vier Jahre arbeitete die Landesgeschäftsstelle unter dem Dach eines alten Holzhauses ohne Heizung – das aber trotzdem gemütlich war. Die NAJU wuchs und endlich zog sie im Jahr 2002 mit dem NABU Brandenburg gemeinsam ins „Haus der Natur“ nach Potsdam.
Hier wuchs zusammen, was zusammen gehört.

Frischer Wind

Die NAJU wählt alle zwei Jahre einen neuen Vorstand. Für zusätzlichen frischen Wind sorgen die im Jahreswechsel zur NAJU kommenden Freiwilligen, die dort ihr ökologisches Jahr absolvieren. Praktikantinnen und Praktikanten bereichern den Alltag obendrein, ebenso die vielen ehrenamtlich Aktiven, die Gruppenleiterinnen und -leiter, die Kinder und Jugendlichen, die zu den Seminaren, Aktionen und Einsätzen kamen und kommen, und, und, und…
Bekannt wurde die NAJU auch durch den Umweltbildungswettbewerb „ Erlebter Frühling“. Ihn gibt es bis heute, und er lockt nach wie vor im Frühling viele Kinder in die Natur, um dort die Tiere und Pflanzen vor der eigenen Haustür zu erkunden. Überall im Land gibt es aktive Gruppen, die sich regelmäßig treffen und sich für den Naturschutz stark machen. Ein buntes Jahresprogramm lädt all diejenigen ein, die keine Gruppe vor Ort haben. Dem Aufbau der „Naturwerkstatt“ in Gerswalde folgte der Aufbau der „Spree-Wald-Werkstatt“ in Alt Schadow. Im naturmagazin berichten wir regelmäßig über die Aktivitäten.
Der Platz reicht hier leider nicht aus, um an alle und alles zu erinnern und zu danken.
25 Jahre sind halt eine lange Zeit. Die NAJU freut uns schon auf die nächsten Jahre – denn wir haben noch viel im Sinn, und es gibt im Natur- und Umweltschutz jede Menge zu tun!

 

Claudia Günther

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