Hintergrundelement

Aus den Verbänden

NABU Brandenburg

An Nachwuchs fehlt es – bei Störchen und ihren Betreuern

Am 3. März trafen sich etwa 50 Aktive zum 6. Weißstorchtag Brandenburgs in Potsdam. Kaum eine Vogelart wurde und wird so gut beobachtet wie der Weißstorch. Und so konnten die Fachleute neben aktuellen Ergebnissen der vergangenen Storchensaison auch die Entwicklung seit 1934 bis heute verfolgen und Vergleiche mit anderen Bundesländern ziehen. Grundlage dafür liefern die Angaben der vielen ehrenamtlichen Betreuer in ganz Brandenburg, welche die Weißstörche in Brandenburg seit 1964 systematisch beobachten und die Daten akribisch zusammengetragen.
Bernd Ludwig, langjähriger Leiter der Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz im NABU Brandenburg, war leider erkrankt und wurde durch Falk Schulz vertreten. Die von Ludwig zusammengetragenen Daten zeigen, dass das Jahr 2017 mit 1274 Horstpaaren in etwa dem Durchschnitt der vergangenen Jahre entspricht. Allerdings haben die Störche deutlich weniger Junge großziehen können. So konnten nur von 858 Brutpaaren erwachsene/flügge Jungen erfasst werden. Damit hält der Negativtrend weiter an.
Auf der Tagung wurden die Kreis- und Regionalbetreuer für ihr Engagement im Weißstorchschutz gewürdigt. Unermüdlich zählen sie jährlich die Storchennester, ermitteln nach international gültigen Vorgaben den Bruterfolg und die Nachwuchszahlen und halten Kontakt zu Anwohnern, Behörden und Energieunternehmen. Wer Interesse hat, sich ebenfalls zu engagieren, kann sich gern in der Landegeschäftstelle unter 0331 2015570 melden. Mehr Infos: brandenburg.nabu.de/weissstorch

Waldwegebau: Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Landesförster

Bereits seit 2013 kämpft der NABU Brandenburg gegen den massiven Ausbau der Waldwege. Der jüngste Fall stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten.
Der Landesforstbetrieb hatte im vergangenen Jahr beantragt, im Gebiet „Pinnower Läuche und Tauersche Eichen“ (FFH, SPA, NSG; LSG, Bestandteil Naturpark Schlaubetal) Waldwege in einer Länge von 3,4 Kilometer zu Schotterpisten auszubauen. Gegen den Zulassungsbescheid der Unteren Naturschutzbehörde hatte der NABU Klage beim Verwaltungsgericht Cottbus erhoben. Diese Klage hat aufschiebende Wirkung, weshalb vor einer Entscheidung des Gerichts der Landesforstbetrieb nicht bauen darf. Trotzdem hat der zuständige Landesförster die Baumaßnahme durchgeführt. Das Vorgehen ist nach Ansicht des NABU ein unverantwortlicher Rechtsbruch und legte daher bei Agrar- und Umweltminister Vogelsänger eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein.
Landesweit werden die Waldwege ausgebaut, damit diese für die Holzabfuhr von 44 Tonnen schweren LKW mit Geschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometern pro Stunde bei jeder Witterung befahren werden können. Dazu werden die Wege mit einer bis zu 60 Zentimeter starken Schotterschicht versehen. Diese Art des Forstraßenbaus ist aus Sicht des NABU – gerade in einem Naturschutzgebiet – nicht akzeptabel.

 

 

NAJU Brandenburg

Rückblick

Gruppenleiterausbildung „JuLeiCa“

In Kooperation mit der BUNDjugend und der NaturFreundeJugend Brandenburg gab es an zwei Wochenenden im März und April wieder die Möglichkeit, alles Nötige für den Erwerb der JugendLeiterCard zu lernen und auch sofort auszuprobieren.
25 neue Jugendgruppenleiter*innen haben an dem Lehrgang in der „Spree-Wald-Werkstatt“ teilgenommen und sind jetzt um viel Wissen rund um Gruppendynamiken, Konfliktlösung und Recht reicher. Dieses können sie in ihren Ehrenämtern einbringen und so selbst zu erlebnisreichen Seminaren beitragen. Freie Plätze gibt es dann wieder im nächsten Jahr!

Der „Erlebter Frühling“ ist im vollen Gange!

Honigbiene, Zwergfledermaus, Star und Apfelbaum – das sind die Frühlingsboten 2018, die seit der Eröffnung des „Erlebten Frühling“ am 20. März im Fokus unseres Umweltbildungswettbewerbes stehen. Im Rahmen der Museumsrallyes im Naturkundemuseum Potsdam wurden sie bereits von einigen Kindergruppen entdeckt und näher erforscht. Noch bis zum 11. Juni freut sich die NAJU auf zahlreiche Einsendungen, die Preisverleihung findet am 3. Juli im „Haus der Natur“ in Potsdam statt. Zuvor richten wir aber am 5. Juni noch den alljährlichen „Umweltaktionstag“ aus. Vor- und Grundschulkinder sind eingeladen, spielerisch einen Vormittag zum Thema Natur, insbesondere den Frühlingsboten, mit uns zu verbringen.

 

Ausblick

Kindersommerseminare „Natur!Denk!Mal!“

Dieses Jahr stehen unsere Sommercamps unter dem Motto „Was hast du auf dem Teller?“. Beim gemeinsamen Kochen und Auseinandersetzen mit den Zutaten wollen wir über den Tellerrand hinausschauen und herausfinden, woher unser Essen kommt und unter welchen Umständen es produziert wird.
Natürlich wird auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Beim Paddeln, Baden oder Lagerfeuer lassen sich neue Freunde finden und alte Ferienbekanntschaften wiederbeleben.
Die Camps finden vom 7. bis 12. Juli (9–12 Jahre) und 11. bis 16. August (9–14 Jahre) in der „Spree- Wald-Werkstatt“ in Alt-Schadow statt.
Die Kosten betragen 90 Euro bzw. 70 Euro für NAJU-Mitglieder.

Kanutour im Unteren Spreewald

Vom 19. Bis 21. Mai 2018 wollen wir den Unteren Spreewald mit einer mehrtägigen Kanutour entdecken. Ziel ist es, die Flora und Fauna zu erkunden, Campingplätze zu testen und schöne Orte in der Natur ausfindig zu machen, die Teil unserer späteren NAJU-Routen werden könnten.
Ausgangspunkt ist die „Spree-Wald-Werkstatt“ in Alt-Schadow, alle Seetauglichen über 18 Jahre sind herzlich eingeladen!
Der Teilnahmebetrag beträgt 20 Euro bzw. 15 Euro für NAJU-Mitglieder.

„Tag der Natur“ in Alt-Schadow

24 Stunden Zeit zum Suchen, Staunen, Bestimmen! Anknüpfend an die Kartierung 2017, möchten wir auch in diesem Jahr herausfinden, was unsere „Spree-Wald-Werkstatt“ an Tieren und Pflanzen zu bieten hat. Zusammen mit NABU-Spezialisten geht es vom 16. Bis 17. Juni 2018 in den Wald und zu umliegenden Wiesen, Teichen, Mooren und dem Neuendorfer See- und Spreeufer.
Für Programm und Verpflegung wird natürlich gesorgt!
Die Ergebnisse der vorigen Aktion könnt ihr auf unserer Webseite einsehen.

Sommerakademie

Wir laden junge Erwachsene ein, über bekannte und neue Perspektiven der Nahrungsmittelindustrie zu diskutieren und eigene Gegenentwürfe zu gestalten.
Superfood, vegane Ernährung und Proteinshakes – Lebensmittel sind wortwörtlich in aller Munde und längst ein Teil des „Lifestyles“. Aber was steckt hinter unseren Nahrungsmitteln: Wie werden sie produziert, gehandelt und vermarktet? Was hat unser täglich Brot mit globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Insektensterben und Landraub zu tun? Und wie können wir gut essen und zu einer faireren Landwirtschaft beitragen?
Darüber wollen wir, die NAJU und die BUNDjugend, gemeinsam mit spannenden Referent*innen diskutieren, uns austauschen, interessante Projekte kennen lernen und den Brandenburger Spätsommer genießen.
Das Seminar findet vom 27. bis 31. August 2018 im Landheim Wilhelmsaue/Letschin statt. Die Kosten betragen 100 Euro bzw. 80 Euro für Mitglieder der NAJU und BUNDjugend. Das empfohlene Alter liegt bei 18 bis 26 Jahren.

Blickkontakt

NAJU LV Brandenburg
Lindenstraße 34
14467 Potsdam
Tel. 0331 2015575
E-Mail: lgs@naju-brandenburg.de
www.naju-brandenburg.de

 

Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e.V.

Termin unbedingt vormerken

Am Sonntag, den 10. Juni findet von 11 bis 18 Uhr unser beliebtes Ökowerkfest statt. Neben Infoständen, Theater, Musik und Spielen kommen auch Speis und Trank nicht zu kurz. Mit einem bunten Programm zum Motto „Prima Klima“ wird es interessante Veranstaltungen rund um die Natur und das Klima geben, außerdem singt der Chor „Fisch im Wasser“ Worldmusic-Stücke. An diesem Tag gibt es auch wieder die Möglichkeit, den von der GASAG gesponsorten Shuttle-Service vom S-Bahnhof Heerstraße und dorthin zurück zu nutzen. Die erdgasbetriebenen Fahrzeuge der Verkehr Human GmbH fahren nach Bedarf. Weiteres zum Programm finden Sie unter www.oekowerk.de. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro, Kinder und Ökowerk-Mitglieder haben freien Eintritt.


Achtung: Geänderter Veranstaltungsort

Die Veranstaltung „Informationen für außerschulische Akteure, die in der Klimabildung aktiver werden wollen“, findet am 7. Mai 2018 nun als Teil des Workshops „Bildungsoffensive Klimaneutrales Berlin – Klimaschutz umsetzen“ statt. Die Veranstaltung findet daher nicht, wie zuvor angekündigt, im Ökowerk, sondern von 13.30 bis 16.30 Uhr im Ludwig Erhard Haus Berlin im Rahmen der Berliner Energietage statt. Der Workshop beinhaltet Informationen für schulische und außerschulische Stakeholder, die in der Klimabildung aktiver werden wollen. Gemeinsam mit Berliner ImpulsE, im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, stellt das Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e. V. mit dem Brandenburger Projektpartner Blumberger Mühle das Netzwerkprojekt „16BildungszentrenKlimaschutz.de“ vor. Im Anschluss an den fachlichen Input geht es in verschiedenen Workshop-Formaten um den praktischen Austausch in der Klimabildung. Gesamtprogramm und Anmeldung unter: www.energietage.de. Direktlink zum Workshop: 705.energietage.de.

Personalwechsel im Ökowerk

Zum 1. Februar 2018 hat uns Arne Brauer verlassen. Wir danken ihm für seine Arbeit und wünschen ihm viel Erfolg als zukünftiger Grundschullehrer. Als neue Umweltpädagogin unterstützt uns nun Dina Schmid. Als weitere neue Kolleg*innen begrüßen wir im Büro Bettina Schrag und im Gelände-Team Klaus Reeder, die nun das feste Ökowerk-Team bereichern. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit allen neuen Ökowerker*innen. Zum 1.3. hat unser ÖBFDler Kai Doberstein das Ökowerk verlassen, um in der Naturschutzstation Marienfelde seinen Dienst zu beenden. Wir danken ihm für seine wertvolle Mitarbeit und wünschen viel Erfolg für die Zukunft.

Besonderes Schulprogramm im alten Wasserwerk

Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 Sharing Heritage führt das Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e. V. in Kooperation mit dem Berliner Zentrum Industriekultur (BZI) und ERIH (European Route of Industrial Heritage) in diesem Sommer besondere Führungen für Schulklassen im historischen Wasserwerk am Teufelssee durch. Weitere Infos zu Terminen und Anmeldung finden Sie unter www.industriekultur.berlin.
Vogelführungen im Grunewald
Nachdem im April die beliebten Vogelführungen von Reiner Grube und Ernst Paul Dörfler stattgefunden haben, geht es im Mai mit Führungen von Kai Doberstein weiter. Die Vogelwelt im Grunewald kann am Samstag, den 19. Mai und am Sonntag den 17. Juni von 7.30 bis 9.30 Uhr entdeckt werden. Auf einem Spaziergang rund um das Ökowerk halten die Teilnehmer*innen Augen und Ohren offen, erkunden gemeinsam die bunte Vogelwelt des Grunewald und erfahren viel über die Lebensweise der Vögel. Treffpunkt ist jeweils vor dem Haupttor zum Ökowerk. Der Beitrag für Erwachsene beträgt 4 Euro, für Kinder 3 Euro. Familie zahlen 10 Euro, Ökowerk-Mitglieder haben freien Eintritt.

Leserkommentare Kommentar Icon (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreiben Sie hier Ihr Kommentar zu dem Beitrag:

Hinweis:
Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet. Alle Felder sind Pflichtfelder.
 

naturmagazin abonnieren

Immer informiert

Pfeil blue

Ihnen gefällt das neue naturmagazin und Sie möchten es regelmäßg lesen?

Im online-Buchladen von Natur+Text können Sie es einzeln oder als Abo bestellen

Vorschau

Ausgabe 3/2018

Pfeil olive

Urwälder stehen im Mittelpunkt der nächsten Ausgabe! Ab 1. August 2018 in Ihrem naturmagazin.

Kalender

Aktuelle Veranstaltungen

Pfeil orange

Herausgeber

NABU Brandenburg, Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e.V., Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg, Natur+Text GmbH

Pfeil olive

mehr lesen?

Pfeil blue

Sie interessieren sich für weitere Publikationen aus unserem Verlag?

Dann stöbern sie doch in unserem Online-Buchladen