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Ausgabe 1/2018

„Irrweg Pestizide…

... und wie man wieder herausfindet“.

So lautet der Titel einer Ausstellung, die das Bewusstsein über die Folgen von Ackergiften schärfen soll.

Nahe Angermünde ist das Informationszentrum des NABU Bundesverbandes, die Blumberger Mühle beheimatet. Sie bietet Platz für Fachveranstaltungen und Ausstellungen. Die Möglichkeit, dort viele Menschen zu erreichen, hatte der NABU Angermünde genutzt, um seine Ausstellung „Irrweg Pestizide“ erstmals zu präsentieren. Die Tafeln wurden so gestaltet, dass sie für Laien verständlich sind, aber auch Informationen für „Fachkundige“ enthalten. Tausende Besucher haben die Ausstellung dort bereits gesehen. Derzeit ist sie auf Initiative der "Grünen" noch bis Mitte Juni im Brandenburger Landtag Brandenburg zu sehen.
Unsere Sorge um das tägliche Brot haben wir delegiert an Lidl, Aldi, Edeka und Co, von denen wir erwarten, dass sie uns alles liefern, was wir essen möchten – und das möglichst preiswert. Aber: Weltweit nimmt die Bodenfruchtbarkeit ab und die Erosion zu; die Wüstenbildung schreitet voran. Und es tauchen immer mehr Probleme auf: Resistenzentwicklung bei Unkräutern und Schädlingen, Grundwasserverschmutzung, soziale und gesundheitliche Probleme, Artenverlust, der gerade beim Klimawandel eine große Gefahr darstellt. Wie sicher können wir sein, dass das Wichtigste, was der Mensch zum Leben braucht, auch in Zukunft ausreichend verfügbar ist? Kann man sich auf die beruhigende Behauptung der Agrarindustrie verlassen, dass sie mit Düngung, Pestiziden und Einheitssaatgut alles im Griff hat? Pestizide werden weltweit in riesigen und immer weiter steigenden Mengen auf die landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht. Die Ausstellung zeigt das hohe Risiko auf, das wir mit einem „weiter so“ eingehen.
Dr. Anita Schwaier, Toxikologin und Vorstandsmitglied des NABU Angermünde, die erst kürzlich mit der Goldenen Ehrennadel des NABU ausgezeichnet wurde, ist die Initiatorin der Ausstellung und für die Inhalte verantwortlich. Sybilla Keitel, Künstlerin und Umweltaktivistin, bekannt u. a. für ihren Einsatz gegen die Schweinefabrik in Haßleben, hat die Ausstellung künstlerisch und didaktisch gestaltet. Milan Hänsel, Grafiker und zugleich Biobauer, setzte die Texte und Bilder professionell auf die Tafeln. Die Ausstellung entstand in über einem Jahr ehrenamtlicher Arbeit.
Auf zwölf Rollups sind die Folgen der Pestizidanwendung für Boden, Tiere, Pflanzen und Menschen beschrieben. Ferner werden die Zusammenhänge aufgezeigt, die einen Wandel so schwermachen. Dahinter stehen mächtige finanzielle Interessen, die die Politik und die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen.
Ein wichtiger Aspekt der Ausstellung ist die Darstellung der Alternativen, die in zehn Strategien des ökologischen Landbaus beschrieben sind. Eine 13. Tafel zeigt einen Ausweg.
Modalitäten für den Verleih der Ausstellung bitte bei Anita Schwaier unter anis.kranichhof@t-online.de erfragen.
Mehr über die Ausstellung unter: https://brandenburg.nabu.de/irrweg-pestizide


Einladung zur Weißstorch-Tagung

Alle Weißstorchinteressierten sollten sich schon mal Samstag, den 3.März 2018 in ihrem Terminkalender vormerken. An diesem Tag lädt der NABU Brandenburg zusammen mit der LAG Weißstorchschutz von 10 bis 16 Uhr zur Weißstorchtagung nach Potsdam ins Haus der Natur, Lindenstr. 34 ein.
Neben interessanten und aktuellen Vorträgen zur Entwicklung unserer Weißstorchbestände in Deutschland und Brandenburg, sowie zu den Problemen bei der Nahrungsverfügbarkeit und zu den Gefahren im Brutgebiet und auf dem Zug wird es auch Fachbeiträge zu den Erfassungsmethoden geben.
Die Erfassung der Bestände des Weißstorchs in Brandenburg wird von ehrenamtlichen Horst- und Kreisbetreuern durchgeführt. Neben der Vorstellung und Vernetzung aller bisherigen Kreisbetreuer soll die Tagung Interessierten die Möglichkeit bieten, einen Einblick in die Arbeit der Betreuer zu bekommen, um diese später möglicherweise zu unterstützen.

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