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Ausgabe 1/2017

Welche Kamera ist die richtige?

Wer die Wahl hat, hat die Qual, heißt es. Das gilt auch für den Kauf eines Fotoapparates. Denn eine breite Typen- und Produktpalette mit schier unüberschaubarer Modellvielfalt macht die Entscheidung nicht leicht. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, soll hier eine kleine Hilfestellung gegeben werden.

Wem das Smartphone als Immer-dabei-Kamera nicht genügt, der greift zur Kompakt-kamera. Diese ist klein und passt in jede Jackentasche. Zumeist ausgestattet mit einem Zoomobjektiv (ca. 28-80mm KB-Äquivalent) lassen sich mit einer solchen Kamera viele fotografische Alltagssituationen meistern. Ihre geringe Größe macht sie zu einem guten Begleiter auf Wanderung, Reise oder Ausflug. Gute Kompakte eignen sich nicht nur für Schnappschüsse, sondern durchaus auch für Landschafts- und Nahaufnahmen. Auf Qua-lität sollte vor allem bei Objektiv und Sensor geachtet werden – Modelle mit sehr licht-starken Objektiven kosten allerdings bereits mittlere dreistellige bis untere vierstellige Eurobeträge. Wer die Vorzüge der Kompaktheit schätzt, jedoch besseres Handling und Bedienbarkeit sowie mehr Flexibilität durch längere Brennweiten wünscht ohne das Objektiv wechseln zu müssen, für den sind Bridge-Kameras eine Option. Immer noch leicht genug, um bei Wanderungen nicht zu sehr ins Gewicht zu fallen, bilden sie einen Kompromiss zwischen Kompaktkamera und digitaler Spiegelreflexkamera (DSLR). Ihre fest eingebauten Objektive verfügen über einen sehr großen optischen Zoom-Bereich, der bei einigen Modellen bis zum 50fachen, bei manchen sogar darüber hinaus geht und KB-Brennweiten von mehr als 1.000 Millimetern entspricht. Allerdings dürfte bei derart extremen Werten die Bildqualität zu hinterfragen sein.
Sowohl gute Kompakt- als auch Bridge-Kameras verfügen über diverse Funktionen und Einstellmöglichkeiten, die im gewissen Maße dem kreativen Anwender entgegenkom-men. Geht es aber um höchste Bildqualität, Geschwindigkeit, die Verwendung spezieller Objektive – etwa extreme Weitwinkel- oder Makroobjektive –, so ist eine DSLR oder eine spiegellose Systemkameras (DSLM) die bessere Wahl. Ein gravierender Vorteil dieser Systeme ist die Möglichkeit des Objektivwechsels. Damit ist der Fotograf in der Lage, auf unterschiedliche Motiv- und Aufnahmesituation reagieren zu können. Insbesondere für DSLR stehen hierfür verschiedenste Objektive unterschiedlicher Qualitäten und Zubehör für jeden denkbaren Einsatz zur Verfügung. Auch funktional und von den Einstellmög-lichkeiten her haben diese Kameras deutlich mehr zu bieten als Bridges oder gar Kom-pakte, dazu grundsätzlich eine bessere Bildqualität. Das Ganze hat allerdings seinen Preis – einmal abhängig von Modell und Ausstattung in barer Münze, zum anderen in Form ihres Gewichts. Ein DSLR-Body mit vier, fünf lichtstarken Objektiven, Stativ und sonstigem Zubehör bringt etliche Kilo auf die Waage.
Wer eine leichtere Ausrüstung sucht, findet in spiegellosen Systemkameras eine echte Alternative. Im Hinblick auf Ausstattung, Funktionalität und Bildqualität brauchen sie den Vergleich mit den DSLR nicht zu scheuen. Einige Modelle bieten sogar besonders umfangreiche Ausstattungen. Vor allem aber sind die Gehäuse und Objektive der DSLM erheblich leichter als die der DSLR. Zwei Gehäuse und fünf lichtstarke Hochleistungsob-jektive mit Brennweiten zwischen 14 bis 840mm (KB-äquivalent) passen problemlos nebst Zubehör in einen Rucksack.
Technik hin oder her. Die beste technische Ausstattung nützt nichts, wenn sie nicht be-herrscht oder nicht gebraucht wird. Das Foto macht letztlich immer noch der Mensch hinter der Kamera. Zu hinterfragen, welche Leistung tatsächlich benötigt wird, ist si-cherlich auch keine schlechte Kaufempfehlung.

 

Wolfgang Ewert

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